Die Aktivitäten des AKA

Zu den Aktiven zählen (teils in Personalunion)

  •     das Organisationsteam,
  •     das Team zur persönlichen Unterstützung und Beratung im Rathaus,
  •     die Familienpaten,
  •     das Deutschlernteam,
  •     das Gesundheitsteam,
  •     das Notfallteam und
  •     weitere Unterstützer.

In wöchentlichen Treffen koordinieren wir unsere Arbeit mit dem Rathaus und inzwischen mit dem zuständigen Sozialarbeiter des Landratsamts.


AKA-intern organisieren wir die unterschiedlichen Hilfen und Einsätze flexibel und vermeiden so unnötige Mehrfachaktivitäten und sind gewappnet bei Kriseninterventionen.

Unsere Arbeit und die Erfolge seit 2015:

Die Deutsch-Sprachkenntnisse:

  • Viele unserer Geflüchteten, die noch an keinem Sprachkurs teilgenommen haben, haben ihre Deutschkenntnisse mit unserer Unterstützung sehr gut entwickelt.
  • Bis auf wenige Ausnahmen ist inzwischen die Verständigung ohne Dolmetscher möglich.

Unser Angebot zur Erweiterung der Deutschkenntnisse ist vielfältig:

  • Einzel- oder Gruppenunterricht,
  • Lernbetreuung der Schulkinder,
  • Frauenfrühstück und Männertreff.

Krankheitsfälle und Gesundheitsfragen:

Hier ist viel Vertrauen entstanden. Wir   

  • vermitteln zu Ärzten,
  • begleiten Arzt- und Krankenhausbesuche (wir haben bereits 3 Schwangerschaften einschließlich der Nachsorge der Neugeborenen begleitet),
  • helfen den Geflüchteten bei Notfällen 7 Tage / 24 Stunden. Irgendjemand fühlt sich immer verantwortlich und
  • beraten sie in einfachen Fällen, in denen kein Arzt erforderlich ist.

Die Familien:

Den Familien haben wir Paten zugeordnet. Diese kümmern sich um

  • die Hilfe bei der Ausstattung (Möbel, Transport, Kleidung, Fahrräder etc.),
  • die Zusammenarbeit mit der Weilheimer Kleiderkammer (Das hat vielen unserer Geflüchteten den Start in Zell sehr erleichtert),
  • die Kommunikation zwischen den Familien und ihren Nachbarn, wenn erforderlich.

Ohne die Unterstützung durch den AKA könnten unsere Geflüchteten die deutsche Bürokratie oft gar nicht bewältigen, wodurch sich viele Nachteile für sie ergeben würden (Fristen, Anträge etc.).

  • Unterstützung bei der Erledigung von Schriftverkehr und Amtsgeschäften in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung im Rathaus und
  • die Begleitung zu amtlichen Ein- und Vorladungen (bis hin zu BAMF, Ausländeramt und Generalkonsulat).

Durch unsere Beratung und Begleitung zu Vertragsabschlüssen (Kauf, Versicherung, Internet) haben wir so manchen Fehler verhindert – in Einzelfällen ungünstige Verträge gewandelt oder aufgelöst.

Die Kinder:

  • Sie machen mit der deutschen Sprache am schnellsten Fortschritte.
  • Auch in den Schulen machen sie gute, teils sogar sehr gute Fortschritte.
  • Ein Teil besucht die Einführungsklassen der Schlierbacher Schule,
  • weitere besuchen die Hauptschule in Albershausen
  • und die Zeller Grundschule

Unterstützt wird dies durch

  • die gute Kommunikation zwischen Schulleitungen, Klassenlehrern und AKA,
  • die regelmäßige Schularbeitenhilfe und Lernbetreuung durch ehemalige Lehrerinnen im AKA (dort wo die Kenntnisse der Eltern nicht ausreichen).
  • In Krankheitsfällen und Notfällen (z.B. Sportunfall) verständigt die Schule den AKA.

Ausbildung und Beruf:

  • 6 erwachsene Männer arbeiten inzwischen unbefristet bei ortsansässigen Firmen (nur die Familienväter der Großfamilien sind schwer zu motivieren).
  • Ein junger Mann strebt ein Architekturstudium an und macht derzeit einen Intensivsprachkurs für C1 an der Uni Stuttgart, finanziell unterstützt durch eine Stiftung. Das konnte er nach 1 1/2 Jahren selbst organisieren.
  • Ein zweiter junger Mann ist auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Auch er arbeitet schon als Angelernter. Zusätzlich lernt er für seine Deutsch-B2 Prüfung und arbeitet nebenher in einem 450-Euro-Job.
  • Eine der Frau ist gerade dabei ein Vorpraktikum für eine Altenpflegehelferinnenausbildung (einschließlich Hauptschulabschluss und B2) anzutreten, die im Oktober 2-jährig startet.
  • Von unseren inzwischen weggezogenen Männern arbeitet einer jetzt bei DHL, ein weiterer als Architekt und ein dritter weiterhin in Zell.

Die Frauen:

Auf die geflüchteten Frauen haben wir ein besonderes Augenmerk. Sie sind in dieser für sie neuen Welt oft alleine gelassen.

  • Eine Witwe mit 4 Kindern konnten wir bis zu ihrem Umzug zur Verwandschaft intensiv begleiten.
  • Die Schwangerschaftsbegleitung ging in allen Fällen weit über die medizinische Betreuung hinaus.
  • Der monatliche Frauentreff wird gut angenommen. (Der Männertreff befindet sich noch in der Startphase.)
  • Ebenso das monatliche Frauenschwimmen (in Kooperation mit dem Freundeskreis Asyl Hattenhofen).

Ein gemeinsamer Erfolg von Gemeinde und AKA

  • Im Dezember 2016 wurde im Rahmen des Weihnachtsmarktes der Treffpunkt in der Kirchheimer Straße eröffnet. Er dient zur Zeit der Begegnung und den Deutschaktivitäten.
  • Noch nie gab es bei den in Zell untergebrachten Asylbewerbern einen Polizeieinsatz oder Kriminalfall.