Vom Öltankraum zum Pelletlager im Eigenbau

Der Kellerraum 2,10 x 2,50, Höhe 2,25 m, in dem die Öltanks untergebracht waren, bietet sich zur Nutzung als Pelletlager an. Grob überschlagen fasst er nach Abzug von Innenverkleidung sowie Boden- und Deckenfreiheit ca. 5,5 Tonnen Pellets.  Genug um auch bei längerem und kälterem Winter ohne Solarunterstützung durchs Jahr zu kommen und so immer zum preisgünstigsten Zeitpunkt (in der Regel Mitte Aprill bis Ende Juni) nachtanken zu können.

Die Austragung per Schnecke und Sauger hätte Rutschschrägen vorausgesetzt, was das Fassungsvermögen auf knapp 4 Tonnen reduziert hätte. Der Schneckenbetrieb, ggf. mit Übergabe an einen Sauger, ist außerdem wesentlich störungsempfindlicher bei Ansammlung von Staub und Feinteilen im Bereich des Lagerbodens. Aus diesem Grund wurde die Austragung per Maulwurf gewählt. (Eine Alternative wäre ein Saugboden gewesen.)

Evtl. bestehende Öffnungen (Fenster, Lüftungen) werden abgedichtet, der Boden, gegen Wasserrisiko etwas höher gelegt, und alle Wände mit 22 mm-OSB-Platten verkleidet. Boden und Wände werden mit einer umlaufenden Vierkantleiste verbunden.

Einblas- und Abluftstutzen werden unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und den allgemeinen Empfehlungen für Pelletlager positioniert. Oberhalb des Einblasrohres wird eine Siebdruckplatte montiert, damit der expandierende Pelletstom nicht die rohe Betondecke streift. Der Maulwurf wird so an der Decke positioniert, dass die Aufhängung sich außerhalb des Einblasstrahls befindet. Die Länge seines Ansaugschlauches bestimmt sich aus der Strecke zur am weitesten entfernten Raumecke am Boden, der Übergabepunkt zur Heizanlage ergibt sich aus deren Standort.

Während der Befüllung muss der Maulwurf im Deckenbereich außerhalb des Einblasstrahls geparkt sein. Idealerweiise so, dass das Lager danch nicht geöffnet werden muss, um ihn wieder freizugeben. Dazu dienen zwei Seilzüge, die es erlauben, den Maulwurf von außen hoch und an die Seitenwand zu ziehen und ihn dort zu halten. Die Freigabe erfolgt dann durch einfaches Lösen der Fixierung.

 

Die vorhandene Halb-Stahltür des Raumes wird weiterhin als Einstieg genutzt. Von dort aus können Maulwurf und Pellets bei reduziertem Pelletbestand erreicht werden, ohne einsteigen zu müssen. Zur besseren Sichtkontrolle ist die Luke nicht mit Brettern, sondern mit durchsichtigen Plexiglassteifen gegen das herausfallen der Pellets gesichert. Da in dem Raum keine elektrische Beleuchtung installiert sein darf (Ausnahme explosionsgeschützte Ausführung), wird im Kellerraum vor dem Sichtfenster ein Deckenstahler montiert, der so das Innere des Lagers ausleuchtet.