Ein paar Tipps

Um Pellets schonend einzulagern, auszutragen und einen störungsfreien Heizbetrieb zu haben gilt es, einige Punkte zu bedenken:

Das Fassungsvermögen sollte idealerweise einen Jahresbedarf + 20% betragen. Der Bedarf errechnet sich aus dem bisherigen Ölverbrauch: 1.000 l Öl entsprechen dabe 2 t Pellets. Die Lagerform ergibt sich häufig aus den Gegebenheiten: Bunker (Kellerraum, Deckenhöhe (!)), Sacksilo, Erd- oder Außensilo, Eigenkonstruktion. Das Lagervolumen in Tonnen errechnet sich aus dem Rauminhalt in qm x 0,65; dabei sollte die Füllhöhe 25 cm unterhalb der Deckenhöhe angenommen werden.

Der Lagerraum sollte möglichtst an einer Außenwand liegen und vom Silofahrzeug nah anfahrbar sein. Lange Einblasstrecken erzeugen Pellet-Abrieb. Heizung und Pelletlager sollten möglichst Wand an Wand liegen. Wo das nicht möglich ist, helfen Sauggebläse-Lösungen.

Die Transportstrecke der Pellets ins Lager und zum Brenner sollte möglichst kurz sein, und möglichst wenige Richtungswechsel enthalten. Notwendige Richtungswechsel sollten in möglichst grossen Radien ausgeführt sein. In vielen Fällen ist es besser, die Schlauchführung dem Anlieferer zu überlassen, weil die Einblasschläuche mildere Bögen verursachen. (Ich habe Lager gesehen, bei denen der Einblasdruck wegen ungünstiger Führung der Einblasleitung fast verdoppelt werden musste, damit die Pellets überhaupt die gegenüberliegende Prallmatte erreichen.) Leider sind manche Heizungsbaufirmen mit der Pellet-Heizungstechnik nur bedingt vertraut, wobei die Lagertechnik häufig besonders kurz kommt. Eine gute - neutrale - Beratung wäre gut, kommt aber leider in vielen Fällen zu spät und ein nachträglicher Umbau wird dann der Kosten wegen gescheut.

Das Lager muss absolut trocken sein. Es empfiehlt sich, einen Sicherheitsabstand zum Boden herzustellen, um vor Überraschungen wie Wasserschäden relativ sicher zu sein.

Weitere Hinweise für die Lagergestaltung finden Sie im internen Teil dieser Webseite. Sie können sie auch per Mail bei mir abrufen. Mit der steigenden Teilnehmerzahl habe ich individuelle Lösungen - und leider auch gravierende Fehler, die in der Planungsphase zu vermeiden wären, gesehen.  

Beim "Nachtanken" ist fast immer noch ein Restbestand im Lager, dessen Größe wegen erschwerter Einsicht und / oder Zugänglichkeit nicht immer leicht einzuschätzen ist. Wieviel also nachbestellen?

Dabei kann der Brennstunden-Zähler der Heizungsanlage hilfreich sein: Setzen Sie die Bestellmenge des Vorjahres ins Verhältnis zu den in diesem Zeitraum angefallenen Brennstunden und sie erhalten den Pelletverbrauch für eine Brennstunde. Der ist je nach Art und Leistung der Anlage unterschiedlich, aber auf Ihre Anlage bezogen eine recht gleichbleibende Größe (für meine Fröhlig P2 15 kW - Anlage = 3.0 kg).

Wenn Sie so für Ihre Anlage die Pellet-Menge (in kg) pro Brennstunde ermittelt haben genügt ein Blick auf den Brennstunden-Zähler und Sie kennen nach Abzug des Vorjahresstandes und einer einfachen Multiplikation den Bedarf für Ihre Nachbestellung.

Sollte Ihre Anlage keinen Betribsstundenzähler haben oder der Zugang dazu zu schwierig sein, sprechen Sie mit Ihrer Wartungsfirma. Solche Zähler sind nachrüstbar und gar nicht teuer.

>>> Lesen Sie - wenn irgend möglich - sofort nach der Befüllung den Brennstundenzähler ab und notieren Sie den Stand.