Kleine Verbesserungen in der Praxis

Während der ersten beiden Jahre nach Inbetriebnahme unseres Eigenbaus kam es das eine oder andere Mal zu einer Störung beim Betrieb des Maulwurfs: Der hatte sich aufgrund seines Eigengewichts in die Tiefe - und wegen seiner wechselnden Drehbewegungen in eine der Speicherecken vorgearbeitet. So zwischen zwei Wänden, Boden  und dem entstandenen Pellethang eingeengt konnte er kein Nachfließen der Pellets mehr bewirken und keine Pellets mehr fördern.

Die Störung war nur durch Öffnen des Speicherzugangs, Einebnen der Pellets und Neupositionierung des Maulwurfs zu beheben. Eine aufwendige und unbequeme Lösung!

Der erste Schritt zur Verbesserung war die Installation eines Handzuges, der es erlaubt, den Maulwurf von außen hochzuziehen und wieder abzusenken. Es stellte sich aber sehr schnell heraus, dass er danach sehr zielsicher in den entstandenen Pellettrichter geriet und es kurz darauf wieder zur Störung kam.

Das zu verhindern hilft seither ein Brett mit untereinander angeordneten Stiftpaaren, das es mit seinen unten eingearbeiteten, gerundeten Vertiefungen ermöglicht, den Griff des Handzuges einzuhängen und damit zu verhindern, dass der Maulwurf sich erneut in die Ecke flüchtet und arbeitsunfähig wird. 

Stattdessen frißt er sich nun - wieder aufgrund seines Eigengewichts - in den Pellethang, baut diesen ab und kann dann, zum richtigen Zeitpunkt wieder "freigelassen" mit seinen Drehbewegungen am Boden weiter störungsfrei Pellets zur Heizanlage fördern.

Seit der Anbringung weiterer Aufhängungen für den Maulwurf an der Speicherdecke kann nun beeinflusst werden, wohin er sich bewegen soll. Das Umhängen erfolgt mittels eines Greifstabes durch die Eingangsöffnung ohne in den Speicher einsteigen zu müssen. Die äußere, seitliche Aufhängung erlaubt es jetzt, den Sauger vor der Befüllung in eine Position zu bringen, in der er sich während des Tankvorgangs außerhalb des Einblasstrahls befindet und danach einfach nur durch Freigabe des Handgriffs am Stiftbrett entriegelt, betriebsbereit ist ohne dass dazu der Speicher nochmals geöffnet werden muß. 

So staubarm unsere Pellets wegen der Vorentstaubung im Verladeprozeß des Lieferanten auch sind, bei der Austragung vom Pellet- in den Tagesspeicher per Saugturbine entsteht auch bei kurzer Ansaugstrecke etwas Abrieb, der dann zum Teil mit der unterdruckausgleichenden Luft in das Lager zurückgeblasen wird und sich dort langsam sammelt. Um dem entgegenzuwirken wird die Rückluft durch einen staubabscheidenden Zyklon geleitet und der Staub in einem für die Sichtkontrolle durchsichtigen Behälter aufgefangen. Einfache Lösung, Matrialkosten für Zyklon und Behälter ca. € 35,-. Suche: ebay - "Zyklon Abscheider".

Vorsicht Wasser!

Kaum hatten wir unseren Eigenbau (2009) fertiggestellt und befüllt, ereilte uns wegen eines Starkregenereignisses ein erheblicher Wasserschaden durch Kanalrückstau. Die selbstschließenden Siele schlossen nicht und das Wasser stieg.

Weil wir zu Hause waren, es gerade noch rechtzeitig bemerkten und weil der Innenboden unseres Lager-Eigenbaus 120 mm erhöht lag (heute würden wir noch etwas höher gehen) schafften wir es im "Kampfeinsatz" gegen das nachströmende Wasser, den Pegel knapp unter den Pellets zu halten. Dennoch war der Schaden erheblich, die Trocknung und die anschließende Renovierung dauerten mehrere Wochen.

Unsere Versicherung (u. a. gegen Elementarschaden) übernahm den größten Teil des Schadens, hätte in diesem Fall wohl auch eine Lagerreinigung und den Ersatzkauf für unbrauchbar gewordene Pellets bezahlt.

Die Konsequenz: Die Bodensiele wurden ausgetauscht und von nun an regelmäßig gereinigt (!!) und es wurde eine Pumpe installiert. Dazu wurde das Unterteil eines ausrangierten Entsafters 10 cm tief in den Kellerboden eingelassen und bündig abgeschnitten. Die Pumpe verfügt über einen Fühler und sobald das Wasser in der Vertiefung über 3 cm steigt springt sie an und transportiert es durch eine gut dimensionierte Rohrleitung (Durchmesser 28 mm, kein Schlauch !!) raus in den Garten.