Zum Inhalte springen

Nachbestellen: Wieviel?

Pelletlager sind vielfältig in ihrer Bauweise und Ausstattung. Je nach Konstruktion sind sie nur bedingt - oder gar nicht - einsehbar. So ist es in vielen Fällen ein Problem bei der Nachbestellung die Bestellmenge anzugeben. Dazu hier ein paar Hinweise:

Bei moderneren Heizanlagen besteht die Möglichkeit, die Füllmenge sofort nach der Befüllung einzugeben. Die Anlage rechnet dann den Verbrauch selbstständig herunter und kann dann die jeweilige Restmenge im Display anzeigen. Damit ist die Bestellmenge klar: Füllmenge(voll) - Restmenge = Bestellmenge(wieder voll).

 

Anlagen, die diese Möglichkeit nicht bieten, verfügen aber ggf. überer einen Brennstunden- oder Laufzeitzähler (nicht verwechseln mit dem Betriebstundenzähler!), der nur die Zeit addiert, in der der Pelletbrenner aktiv ist. Hier ist folgende Vorgehensweise möglich: 1. Notieren des Brennstundenzählerstands sofort nach der Voll-Befüllung. 2. Notieren dieses Zählers nach der erneuten Voll-Befüllung (als Nachbestellung). Durch Division der Nachfüllmenge (in kg) durch die Differenz der Brennstunden der aktuellen zur vorherigen Befüllung (Dbst) ergibt sich der Pelletverbrauch pro Brennstunde (Vind). Dieser Wert ist bei unterschiedlichen Anlagen individuell, aber bei der selben Anlage (bei meiner Fröling-Anlage recht genau 3 kg Pellets / Brennstunde) innehalb geringer Toleranzen gleichbleibend. Von nun an ist die Bestimmung der noch im Lager befindlichen Pelletmenge einfach: Verbrauchte Menge = Bestellmenge(wieder voll) = Dbst * Vind. Bei älteren Anlagen, die über keinen Brennstundenzähler verfügen, ist er mit relativ geringem technischen und finanziellen Aufwand nachrüstbar.

Über die Möglichkeiten Ihrer Anlage und deren Nutzung informiern Sie sich bitte in der Betriebsanleitung oder bitten Sie Ihren Heizungsbauer bzw. Servicegeber um Unterstützung.

Wenn Sie im Bestellformular "Lager über Bestellmenge hinaus vollmachen?" mit "Ja" markieren, wird die von Ihnen angegebene Bestellmenge um 0,5 t erhöht. Das dient der Disposition des Lieferanten und gleicht Einschätzungsabweichungen aus. Ihre Rechnung lautet natürlich nur auf die tatsächlich eingelagerte Menge.